Schachbrett
Schwarzweißer Schmetterling, der auf Buntes steht
Fürs Leben und Überleben benötigt der Schachbrettfalter, wissenschaftlicher Namen Melanargia galathea, blütenreiche Wiesen auf nährstoffarmen Standorten. Wichtig für die Fortpflanzung (siehe unten) ist ein Wiesenanteil hoher, ungemähter Gräser, die nicht vor Ende Juli gemäht werden. Aufgrund von Düngung und einer frühen Komplettmahd sind solche Wiesen selten geworden.
Ab Mitte Juni bei uns im Garten zu bewundern
Der Schachbrettfalter ist auch für Laien recht gut von anderen Arten zu unterscheiden, vor allem natürlich am einzigartigen Flügelmuster, das ihm seinen Namen gegeben hat. Das Schachbrett hat eine Spannweite von 40 bis 50 Millimetern, es gehört damit zu den mittelgroßen Tagfaltern.
Schachbrettraupen lieben Gräser
Schachbrettfalterweibchen lassen nach der Paarung die Eier ab Mitte des Sommers einzeln während des Fluges direkt in die hohen Wiesengräser fallen. Die zunächst rosa gefärbten Raupen des Schachbretts schlüpfen im Sommer aus den Eiern. Sie überwintern in der Streu am Erdboden, ohne vorher Nahrung aufzunehmen. Erst im März des Folgejahres beginnen sie, an verschiedenen Gräsern zu fressen. Ab Mai verpuppen sich die Tiere in einem Gespinst am Erdboden. Die nach wenigen Wochen ausgewachsenen Schmetterlinge schlüpfen ab Mitte Juni und ernähren sich dann hauptsächlich vom Nektar violetter Blüten wie Flockenblume, Kratzdistel oder Skabiose.
Wissenswert:
Für optimale Schachbrett-Lebensräume hilft es, Wiesen mosaikartig zu mähen und Randstreifen von Bahndämmen, Feldwegen oder Gräben auch mal ungemäht stehen zu lassen. Im Garten kann man für das Schachbrett nährstoffarme und trockenwarme Wiesen anlegen. Da Schachbrettfalter schon auf kleinen Flächen in größerer Anzahl leben können, helfen bereits solche kleinen Inseln, die Art zu schützen.
Foto: Nabugarten Juni 2023, Martina Feuring